Ostfriesen-WM
Zurück ins Hauptmenu
Kontakte
Ins Hauptmenu
Heute ist Montag der 06.02.2012
Kontakte
Behördengänge
Hier sind Sie zur Zeit
Vereine mit denen wir in Kontakt stehen
Schmetterling
Zeit des Abschieds

Wenn das Kind den Kampf gegen die
schwere Krankheit verliert, möchte der
Elternverein auch weiterhin für die
trauernde Familie da sein.

Nach einer Krankheitsphase in der
Hoffnung und Verzweiflung sich
abwechselten, stehen nun Eltern und
Geschwister hilflos vor der Erkenntnis:

„das Kind wird nicht gesund.“

In dieser schweren Zeit des Abschieds kann ein Gespräch mit anderen
Eltern die diese Situation schon durchlebt haben eine Stütze sein.

Hierzu sind wir gerne bereit.

Auf Elternabenden sind verwaiste Eltern und Geschwister immer
herzlich willkommen, wir können alle von einander lernen.

Kontaktadresse:
Georg und Agnes Kramer
Am Ehrenmal 10
26789 Leer
Tel.: 0 49 1 / 65 1 09
eMail: kramer@ev-krebskranke-kinder.de

Gedichte der Malerin
Sonja Huning für krebskranke Kinder
des Elternvereins

Die Familien Hüning und Wolfshohl stiften dieses Bild und die Gedichte dem Elternverein. Die Malerin Sonja Huning hat zwei Gedichte für krebskranke Kinder geschrieben, denen mit Hubschrauberflügen eine letzt Freunde gemacht wurde.

www.sonja-huening.de

Hinter dem Regenbogen

Weit hinter dem Regenbogen, dort wo sich die Blicke verlieren
dort sind die Sternenkinder, die in unendlichem Leuchten brillieren.

In Ihrer Aura verirrt sich manch sehnsuchtsvoller Blick.
Einen solchen Stern sein Eigen zu nennen ist heimliches Flehen.
Doch wen soll man fragen, wer lenkt des Menschen Geschick?

Auch Sterne hegen den Traum, hinab zu steigen aus unsagbaren
Fernen um Menschen zu lieben und sie kennen zu lernen.

Dann gehen die hellen Begleiter des Mondes.
Sie verlassen das Unendliche, ein sanftes Lächeln umspielt ihre Augen.
Sie suchen die Liebenden unter dem Dach der Gestirne, suchen das Menschliche.

Um gehen zu können, haben sie die Weisen des Firmaments überlistet, aber Sie dürfen nicht bleiben, sie müssen zurück, ihre Zeit ist befristet.

Nur einen Hauch lang sind Sie der Menschen Glück,
das irdische Dasein ist nur geliehen.
Sie müssen zu Ihrer himmlisch-ewigen Bestimmung zurück.

Die Menschen versuchen sie zu halten. Sie würden ihr eigenes Leben
reichen, doch es gibt kein Zurück, kein hoffnungsvolles Zeichen.

Manch ein Erdenbürger ist ein Stück mit Ihnen gezogen,
…………………………… aber nur bis zum Regenbogen.

Dort oben in der Milchstraße, wo es so viele Sterne gibt,
da ist immer ein Stern, den man besonders liebt.

Sonja Hüning, Februar 2011

 

 

Bittere Tränen

Namenloser Zorn ist des Tages Begleiter,
die Hoffnung geht im Traum mit einher.
Machtlosigkeit verwirrt die Gefühle.
Der Flehende weiß: irgendwie geht es weiter!

Augen, die kaum noch bitter-salzige Tränen vergießen.
Die Angst flattert Nachtmahr-Flügeln gleich.
Nur noch im Dunkel schlaflos wütender Nächte wagen …
sie über verzweifelt hoffende Gesichter zu fließen.

Einen Hauch lang glaubten sich zwei Menschen im Glück.
Kurz war die Freude über den bezaubernd-kindlichen Glanz.
Gehen diese Kinder in eine Ferne von der wir nichts wissen?
Sind sie nur geliehen und müssen zu einer anderen Bestimmung zurück?

Machtlos steht man da, muss sich der Vorsehung beugen.
Rastlos von einer Hoffnung zur anderen gehen.
Bangen, hoffen, verteufeln, Versprechungen
zum Himmel schreien, den Heilern glauben und vor Gott sich verneigen.

Fluchen, kämpfen und alles hinterfragen!
Sich ergeben und unserm Gott verzeihen?
Nichts ist mehr wie es war, nichts wird wieder so sein.
Hoffen, verzweifeln und doch alles ertragen.

Sonja Hüning, April 2011